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Einführung
Als Ostafrikanischer Graben wird die über 6000 km lange Störungszone vom Jordantal, mit der Fortsetzung im Roten Meer, durch Äthiopien, rechts und links des Viktoriasees geteilt, bis zu seinem Auslaufen im Sambesifluß südlich Mosambiques bezeichnet. Einige Wissenschaftler glauben, daß dieser Grabenbruch die Geburt eines neuen Ozeans sein könnte.
Auf dem afrikanischen Kontinent zeigt sich der Graben als ein durchschnittlich 40-60 km breiter Landstreifen, der mehrere tausend Meter in die Erdkruste ”eingesunken” ist. Dadurch sind teilweise senkrechte und scheinbar unüberwindliche Felswände entstanden, die unter anderem als Wetterscheiden die Vielfalt der atemberaubenden Natur dieser Gegend mitbestimmen.
Die vielen Vulkane entlang dieses Grabens sind auf die Brüche bei der Bewegung der Erdkruste zurückzuführen. Das durch diese Risse aufsteigende Magma hat teilweise den Graben aufgefüllt, oder anderenorts so mächtige Vulkane wie den Kilimandjaro entstehen lassen.
Insgesamt bietet die vulkanische Aktivität dieser ”Feuerberge” einige auf der Welt einzigartige Erscheinungen.
Den geologischen Besonderheiten des Ostafrikanischen Grabens hat sich auch die Natur und die dort lebenden verschiedenen Volksgruppen (z.B. Masai) angepasst. Die stimmungsvolle und vielfältige Landschaft beherbergt besonders in den Nationalparks Ostafrikas die letzten großen Wildbestände.
Die sogenannten “Big Five” (Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard und Büffel) zu beobachten gehört zu den unvergessenen Erlebnissen in Afrika. Riesige Herden von Gnus, Zebras und Antilopen ziehen durch die Serengeti und das Rift Valley. Sogar auf dem knapp 3000 m hohen Lengai sind schon ein Leoparde, Paviane und Klippspringer aufgetaucht.
An den hohen Vulkanriesen finden sich die unterschiedlichen Vegetationszonen, von der trockenen Steppe über Trockenwald, regenreichen Wald, Nebelwald, einzigartigen alpinen Zonen, bis ins ewige Eis.
Vulkane um den Ngorongoro
Einer der wohl berühmtesten Vulkankrater der Erde ist der auf der Grabenschulter gelegene Ngorongoro-Krater. Er entstand vor ca. 2-3 Millionen Jahren und hat vielleicht seinerzeit als Vulkan sogar den Kilimandjaro an Höhe übertroffen. Nachdem der Vulkan eingesunken war, bildete sich der heutige rund 20 km weite Kessel mit bis zu 600 Meter hohen Kraterwänden. Kaum eine andere Gegend in Afrika beherbergt auf so kleinem Raum eine so große Anzahl an spektakulären und einfach zu beobachtenden Tierarten. “Arche-Noah” wäre eine passende Bezeichnung, was gleichzeitig die afrikanische Wildererproblematik auf den Punkt bringt.
Nordöstlich des Ngorongoro liegen ebenfalls auf der Grabenschulter die inaktiven Vulkankrater des Olmoti, des 3648 m hohen Loolmalassin und des Embagai. Fast anschließend folgen weiter östlich, aber nun mit ihrer Basis im über tausend Meter tiefer gelegen Grabenbruch, die Vulkane Karimassi, Gelai und der einzige fast dauertätige Vulkan dieses Gebietes, Oldoinyo Lengai.
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