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Vulkane COSTA RICAS
Seiteninhalte:

Feuerwerk am Ätna
Einführung

San Joses Nachbarn

Feuer im Dschungel

Die Fünferkette

Vulkanreisen nach Costa Rica

Links
Vulkane Costa Ricas

Einführung

Das kleine und landschaftlich sehr vielseitige Land in Zentralamerika ist ein ideales Ziel für Vulkan- und Naturliebhaber. Im Gegensatz zu seinen Nachbarstaaten ist Costa Rica (sehr treffend oft auch als Schweiz Zentralamerikas bezeichnet) westlich organisiert, sehr sicher und mit einer friedfertigen und internationalen Bevölkerung.
Die touristische Struktur ist ausgezeichnet und heute wird sehr viel Wert auf den Erhalt der Naturschönheiten gelegt. Der Tier und Pflanzenreichtum mit vielen endemischen Arten erstreckt sich über alle Vegetationszonen, vom tropischen Flachland, über Trocken-wälder, Regenwälder, bis hin zum immer feuchten Nebelwald. Vulkane, die dem Land eine bizarre Eigenheit verleihen und ohne große körperliche Anstrengung zu erleben sind, brillieren jeder einzeln durch ihre spektakuläre Erscheinung.


In Costa Rica liegen die Vulkane wie auf einer Schnur aufgereiht in Sichtweite zu seinen jeweiligen Nachbarn. Die artenreiche tropische Natur hat sich besonders um diese Vulkane bis heute erhalten. Mit einem Alter von wenigen zehn Millionen Jahren ist Costa Rica als Teil der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika geologisch relativ jung.
Durch die Kollision der karibischen und pazifischen Kontinentalplatten haben sich Gebirgszüge aufgefaltet, so dass das Land schließlich über dem Meer dominierte. Wie an der gesamten Westküste der amerikansichen Kontinente taucht die pazifische Platte in einem Teifseegraben unter die östlich gelegene Platte ab. Dadurch entstehen Schmelzherde tief im Erdinneren, die Magma durch Risse in den Platten an die Erdoberfläche dringen lassen und Vulkane bilden.


San Josés Nachbarn

Unmittelbar östlich der Hauptstadt San José liegen wie auf einer Kette vier mächtige Vulkane dicht nebeneinander. Im Süden dieser Kette und gleichzeitig der erste aktive Vulkan nördlich Panamas, ragt der über 3000 Meter hohe Vulkan Turrialba empor. Dieser Vulkan brach 1866 zuletzt in einer heftigen Explosion aus und hat dabei einen noch heute dampfenden Krater zurückgelassen. Die Vegetation hat sich gut erholt und ist mit märchenhaften Nebelwäldern an seinen hohen Flanken zurecht Nationalpark.
Nur durch einen Sattel getrennt schließt sich nordwestlich der Vulkan Irazu an. Mit 3432 Metern ist er der höchste Vulkan Costa Ricas und wenn die Wetterlage es zuläßt, kann man von seinem Gipfel den atlantischen und den pazifischen Ozean erblicken. In seinem Gipfelkrater befindet sich z.Z. ein großer tiefer giftgrüner säurehaltiger See, der zuletzt durch explosive Tätigkeit von 1963 bis 1965 geleert wurde. Mit der Regenzeit zerstörten Schlammströme aus ausgeworfenen Vulkanaschen rund 400 Häuser und töteten 40 Menschen.
Nordwestlich schließt der Vulkan Barva an, der allerdings nicht mehr als aktiv klassifiziert ist. Bemerkenswert an ihm ist die fantastische Tropenvegetation bis zu seinem Gipfelkrater, in dem ein malerischer Frischwassersee liegt. Auch er nordwestlich gelegene Poas liegt am Braulio Carillio Nationalpark und hatte von 1987 bis 1990 stärkere Ausbrüche, bei denen Aschen bis nach San José flogen. Bis 1996 hat es am Poas sechs kleine Explosionen durch den Kontakt mit Wasser und heißem Magma im Vulkanschlot gegeben, was auch heute jederzeit erwartet wird. In den Ruhepausen sammelt sich stets Wasser im Krater, was als fast pure Säure eine türkisblaue Farbe annimmt.

Poas Turrialba Irazu
Bilder von Links: Der türkise Säuresee des Poás; Reitausflug zum Turrialba; Der grüne Säuresee des Irazú

Feuer im Dschungel

Am Südende des Arenalsees liegt der Vulkan Arenal umgeben von einem Gürtel tropischen Regenwaldes. Seine vulkanologische Geschichte scheint zunächst erstaunlich, ist aber im Grunde kennzeichnend für Vulkane. Von 1750 bis zum 1968 ruhte der Vulkan, was in menschlichen Zeitmaßstäben relativ lang erscheint, aber geologisch gesehen nur ein Wimpernschlag ist. Die Wiederaufnahme der Tätigkeit am 29.07.1968 ging mit starken Eruptionen einher und überraschte die Bewohner rund um den Vulkan, was in den ersten drei Tagen zu ca. 80 Todesopfern führte. Die Hälfte starb dabei durch heiße Glutwolken, die die steilen Vulkanhänge mit mehreren hundert Stundenkilometern hinab rauschten. Die andere Hälfte wurde von im weiten Umkreis umherfliegenden Lavabrocken erschlagen, die auch für die Zerstörung des Dorfes Tabacon verantwortlich waren.
Bis zum heutigen Tag ist Arenal dauertätig geblieben und ein großer Anziehungspunkt für Vulkanbeobachter. Streckenweise schießen rotglühende Lavabrocken aus dem Krater und fast kontinuierlich fließt ein zähflüssiger Lavafluss die Hänge hinunter. In unregelmäßigen Abständen kommt es zu heftigeren Explosionen, bei denen Glutwolken über die Vulkanflanke rauschen und Aschenwolken hoch in den Himmel aufsteigen. Der Besuch der heißen Quellen von Tabacon bei Nacht ist ideal um die vulkanische Tätigkeit zu beobachten. Dazu genießt man den wunderschön angelegten Badelandschaft dieser heißen Quellen.

Arenal Tabacon Arenal
Bilder von Links: Tätigkeit am Arenal; Bad in den heißen Quellen bei Tabacon; Ascheeruption am Arenal
Frosch Arenal Colibri
Bilder von Links: Pfeilgiftfrosch; Feuerwerk am Arenal; Colibri beim Abendessen

Die Fünferkette

Nordwestlich des Arenalsees bis zur Grenze nach Nicaragua reihen sich weitere fünf Vulkane wie an einem Band. Der Südöstlichste dieser Kette ist der 1916 Meter hohe Tenorio, der zuletzt im Holozän, also vor über 10.000 Jahren, tätig war. Es folgt der 2028 Meter hohe Vulkan Miravalles mit seinem letzten Ausbruch 1946.
Ein Stück weiter nordwestlich liegt der Nationalpark Rincon de la Vieja mit seinem gleichnamigen Vulkan. Dieses Vulkanmassiv besteht aus mehreren alten und jüngeren Vulkankratern, die jeder für sich sehenswert sind. Neben kargen Aschenkratern und Kraterseen mit Frischwasser und üppiger Vegetation bis zu den Gipfeln, besticht der derzeit aktive Krater des Rincon de la Vieja. In dem tiefen und 500 Meter weiten Krater bildet sich zwischen den Ausbrüchen in der Regel ein türkisfarbener Säuresee, der an Spektakularität kaum zu überbieten ist. Nach einem starken Ausbruch 1967 hat es viele kleine Explosionen gegeben, zuletzt 1995/1997/1998 und auch in der Zukunft wird es weitere Eruptionen geben.
Die Natur um den Vulkan ist Trockenwald mit einer Fülle von Tieren, wie beispiels-weise Affen, Gürteltiere, Schlangen, Wanderameisen, Nasenbären und Leguanen. Da Trockenwald nicht so dicht ist wie Regenwald, lassen sich am Rincon die Tiere einfacher beobachten. Eine weitere Besonderheit sind heiße Quellen, brodelnde Geysire und einige kochende Schlammvulkane mitten im Wald. Mehrere Flüsse mit schönen Wasserfällen laden Besucher zu einem Bad im frischen Bergwasser ein.
Den Abschluss der Vulkankette bilden die nicht mehr aktiven Vulkane Cacao (1659 m) und Orosi (1487 m), dessen Flanke bereits an die Grenze zu Nicaragua stößt. Im Süden des Landes befindet sich ein altes vulkanisches Gebirge mit der höchsten Erhebung des Landes, dem Chirripó

 Rincon Rincon Lodge
Bilder von Links: Der Säuresee des Rincón in Ruhephase; Der Säuresee des Rincón bei stärkerer Tätigkeit; Gemütliches Landhaus am Vulkan

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