VEI - HOME Impressum AGB Sitemap Kontakt
Piton de la Fournsise/RÉUNION Kili/TANSANIA Etna/ITALY Etna/ITALY Stromboli/ITALY Lengai/TANSANIA Irazu/COSTA RICA Piton de la Fournsise/RÉUNION english site
Termine & Preise REISEN Über VEI Medien Wissenschaft Vulkanliste Info -Service
Vulkane JAPANS
Seiteninhalte:

Japan
Einführung

Fotos

Honshu + Izu

Kyushu + Nansai

Hokkaido

Vulkanreisen
Japan und mehr


Links
Japans Inseln

Einführung

Die Vulkane Japans liegen unter anderem auf einem westpazifischen Inselbogen, der in der Hauptsache aus den drei großen Inseln Hokkaido, Honshu und Kyushu besteht. Dieser Inselbogen beherbergt weit über Hundert aktive Vulkane. In Richtung der Philippinen verläuft von der Mitte Honshu ein weiter Inselbogen, dessen rund 20 Vulkane nur als Inselspitzen vorzufinden sind. Rund 60 aller japanischen Vulkane sind in den letzten 2.000 Jahren ausgebrochen.
Die engste Verbindung zwischen Japan und dem asiatischen Festland stellt die Korea-straße dar, die eine ungefähre Breite von 200 Kilometer hat. Mit ca. 3000 Inseln ist Japan neben Indonesien einer der Insel reichsten Staaten der Welt. Japan besitzt eine totale Küstenlänge von 30.000 km und verfügt über eine Landfläche von ca. 380.000 Quadratkilometern und ist somit größer als Deutschland, das sich über eine Fläche von 357.092 Quadratkilometern erstreckt. Die höchste Erhebung ist mit 3776 Metern ist der Fuji-san. Jedes Jahr ereignen sich in der tektonisch hoch aktiven Zone statistisch rund 1.500 Erdbeben, oftmals mit Stärke 4 bis 6 auf der Richter-Skala.


Vulkanauswahl Honshus und Izu Islands

Fuji-san: Der wunderschöne, oft mit einer Schneespitze verzierte symmetrische Kegel des Fuji ist ein bekanntes Symbol für Japan und beliebtes Touristenziel. Der Vulkan ist mit einer Höhe von 3776 Metern der höchste Berg Japans. Fuji-san wird von fünf Seen umgebene und gehört zu den drei heiligen Bergen des Landes. Er ist Teil des Fuji-Hakone-Izu Nationalparks. Der Fuji ist ein ruhender Vulkan der als aktiv mit geringem Risiko zur Eruption eingestuft wird. Soweit man es geschichtlich belegen kann, ereigneten sich zwischen 781 und 1707(dem letzen großen Ausbruch) 18 Vulkanausbrüche.

Ontake: Der 3063 m hohe Stratovulkan liegt im Inselinneren von Honshu. Dieser Berg ist heilig und dadurch mit vielen Tempeln bestückt. Der letzte Vulkanausbruch ereignete sich im Jahr 1980.

Asama: Mit 2560 m ist der Asama nicht sehr hoch, aber dieser Stratovulkan in dicht besiedeltem Gebiet ist mit seinen vielen explosiven Ausbrüchen der letzten 1000 Jahre sehr gefürchtet. Im Jahr 1783 ereignete sich eine plinianische Eruption mit folgenden Lahars und auch Lavaströmen, die ca. 5.000 Todesopfer forderten. Auch 2009 war Asama explosiv und effusiv tätig.

Zao-san: Die jüngste Aktivität des 1841 m hohen Zao-san ereignete sich 1940. Seitdem herrscht Ruhe und eine großes Skigebiet hat sich an der Westflanke etabliert. Besonders der bizarre giftgrüne Kratersee des Zao-san lockt auch viele Nichtskifahrer an.

Oshima: Die zur Izu-Inselkette gehörende Insel Oshima hat eine Kaldera mit rund 4 km Durchmesser. In dieser Kaldera befindet sich der Mihara-yama Krater, der auch mit 758 m Höhe die Inselspitze bildet. Viele teils verheerende Ausbrüche ereigneten sich in den letzten Jahrhunderten, besonders im Jahr 1986, als eine Eruptionssäule 15 km hoch in den Himmel stieg. Die gesamte Insel musste vorrübergehend evakuiert werden. Im Jahr 1990 war Mihara zuletzt tätig.

(c)2009 C. Weber (c)2009 C. Weber (c)2009 C. Weber
Bilder von Links: Kratersee am Ontake; Krater des Fuji-san; Säuresee des Zao

Vulkaneauswahl Kyushus und Nansai Shoto

Sakura-jima: Berühmt und berüchtigt ist dieser nur rund 1100 m hohe und 13.000 Jahr alte Stratovulkan durch seine nun schon seit Jahrhunderten fast durchgängige explosive Tätigkeit. Für die umliegenden Dörfer und die Großstadt Kagoshima hat das schon viel Leid und Zerstörung gebracht. Oftmals waren nicht die explosiven Ausbrüche das Problem, sondern Schlammströme, die nach heftigen Regenfällen die Vulkanasche von den Hängen gespült hatten. Der Krater Minami-dake und der Showa Krater sind die jüngsten Ausbruchszentren. Der Sakura-jima ist sehr gut überwacht und bestückt mit Sicherheitsmaßnahmen.

Kirishima: Der Karishimi liegt im gleichnamigen waldreichen Nationalpark. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Vulkandomen und Kratern, die dicht an dicht liegen. Der rund 1700 m hohe Krater Karakuni-dake war vermutlich zuletzt 1946 aktiv. Die jüngsten Ausbrüche ereigneten sich am 1400 m hohen Shinmoe-dake, so auch im August 2008 mit einer 25 km hohen Aschewolke. In Ruhephasen ist sein Krater oft mit einem grünen See zu erleben.

Aso: Eine 100.000 Jahre alte und rund 28 km Durchmesser große Kaldera ist Sitz des Vulkankomplexes Aso. Mehrere Vulkankegel in der Mitte der Kaldera reichen bis auf 1592 m und sind jungen Ursprungs. Der Krater Naka-dake ist der zur Zeit aktivste. Wegen austretendem Gas aus seinem mit blauer Säure gefüllten Kratersee ist der Naka-Dake oft gesperrt. Bei überraschenden Eruptionen starben mehrfach Menschen am Kraterrand, so auch 1979.

Unzen-dake: Der Uzen-dake ist ein gefürchteter 1360 m hoher Komplexvulkan. Bei Ausbrüchen im Jahren 1792 gab es ca. 160 Tote durch die Ausbruchstätigkeit und Schlammströme. In den Jahren 1991 bis 1993 war der Unzen wieder sehr aktiv, was auch die Vulkanfotografen Ehepaar Krafft zu einem verhängnisvollen Besuch bewegte. Eine heiße Glutwolke tötete Kraffts und weiter 41 Journalisten und Fotografen. 1996 ereignete sich wieder eine Ausbruchsphase.

(c)2009 C. Weber shinmoe_dake, Kirishima(c)2009 C. Weber (c)2009 C. Weber
Bilder von Links: Ascheeruption am Sakura-jima; Shinmoe-dake Krater des Kirishima; Säuresee des Aso
(c)2012 C. Weber (c)2012 C. Weber (c)2012 C. Weber
Bilder: Explosionen am Sakura-jima bei Nacht

Vulkaneauswahl Hokkaidos

Me-Akan: Einer der aktivsten Vulkan auf Hokkaido ist die 1500 m hohe Caldera Me-akan, gleichzeitig Nationalpark. Die jüngsten Ausbrüche ereigneten sich an den Kratern Nakamachineshin und Ponmachineshir, so z.B. im März 2006.

Tokashi: Der 2077 m hohe Stratovulkan Tokashi hatte fatale Ausbrüche 1925 und 1962. Die jüngste Tätigkeit gab es 1988 mit explosiver Tätigkeit und Schlammströmen. Auch der 2290 m hohe Vulkan Asahi-dake gilt mit einem Vulkanausbruch 1400 n.C. noch als aktiv und liegt wie der Takshi im Daisetsu Nationalpark.

Shikotsu: Die nur 1320 m hohe, 13 x 15 km messende, rund 30.000 Jahre alte Kaldera Shikotsu, wird auch oft nach dem aktiven Krater Tarumai (Tarumae-san) benannt. Viele historische explosive Ausbrüche ereigneten sich bis u.a. ins Jahr 1981. Auch der in Japan historisch vermerkte größte Vulkanausbruch ereignete sich 1739 am Tarumai.

Usu: Am 729m hohen Stratovulkan Usu sind einige schöne postvulkanische Stellen (Schlammquellen) zufinden. Aktiv und gefährlich ist unter anderem der nur 400 m hohe Krater Showa-Shin-zan, der bei einem Ausbruch 1945 viele Leid brachte und ein Opfer forderte. So war es auch am Usu bei Ausbrüchen 1978 (VEI 3), 1910 (VEI 2), 1922 (VEI 4) mit 50 Toten und 1663 (VEI 5) mit mehreren Toten. Zuletzt war Usu im Jahr 2000 explosiv tätig.


Japan Sonderreise VEI-Trekking

Links zu anderen Seiten:

  • Bulletin of Global Volcanism Network, GVN, Smithsonian Institution, USA (http://www.volcano.si.edu/)


  • Japan Meteorological Agency, (http://www.jma.go.jp)



  • Die Berichtigung von Irrtümern und Schreibfehlern auf der gesamten Homepage bleibt vorbehalten!
    Copyright: Christoph Weber (c)VEI 1996-2013 (Bitte fragen Sie uns, wenn Sie etwas von dieser Website veröffentlichen möchten!)
    www.V-E-I.de - Kontakt - Anschrift - Impressum!